
Schulprofil

Unser Schulprofil – So wird das Leitbild lebendig
An der Maria-Ward-Realschule beginnt gute Bildung mit einer verlässlichen Beziehung. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen sich angenommen fühlen, ihre persönlichen Stärken entdecken und zunehmend Verantwortung für ihr Lernen und Handeln übernehmen.
Das AFRA-Modell schafft dafür in den 5. und 6. Klassen eine besondere Grundlage. Vernetztes Lernen, persönliche Begleitung und ein christlich geprägtes Miteinander verbinden sich mit musikalischen, digitalen, sozialen und beruflichen Erfahrungen. Vier Wahlpflichtfächergruppen eröffnen später unterschiedliche Wege, die zu den Interessen und Fähigkeiten der Jugendlichen passen.
In der 5. und 6. Jahrgangsstufe bietet unsere Schule Klassen nach dem AFRA-Modell an. Im Mittelpunkt steht der Gedanke „Du bist da“: Lernen kann besonders gut gelingen, wenn Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte einander vertrauensvoll begegnen.
AFRA steht für eine Schule, die alternativ, fürsorgend, religiös fundiert und annehmend handelt. Innovative Lernformen bereichern den Unterricht. Persönliche Zuwendung richtet den Blick auf die Bedürfnisse und die gesamte Persönlichkeit jedes Kindes. Christliche Werte geben Orientierung, und jeder junge Mensch wird mit seinen individuellen Stärken willkommen geheißen.
Das Kernelement des Modells ist NeWe, kurz für Netzwerk. Dabei werden Biologie, Geografie, Geschichte und katholische Religionslehre miteinander verbunden. In acht Wochenstunden erschließen die Schülerinnen und Schüler sechs große Themen pro Schuljahr aus unterschiedlichen Perspektiven und im eigenen Zugang.
Die NeWe-Lehrkraft ist in der Regel zugleich Klassenleitung. Durch die gemeinsame Zeit kann sie die Klasse intensiv begleiten. Doppelstunden, Projekte, Unterrichtsgänge und Fahrten bieten Raum für vertieftes Lernen, Gespräche und eine starke Klassengemeinschaft.
GanzTakt⁺ ist das Ganztagskonzept unserer AFRA-Klassen in der 5. und 6. Jahrgangsstufe. An zwei verpflichtenden Nachmittagen bleiben die Schülerinnen und Schüler bis 16 Uhr in ihrem Klassenverband.
In Deutsch, Mathematik und Englisch steht jeweils eine zusätzliche Unterrichtsstunde pro Woche zur Verfügung. Dadurch bleibt mehr Zeit, um den regulären Lernstoff zu üben und zu vertiefen. Lernbüros, digitale Werkzeuge und projektorientierte Arbeitsformen fördern zunehmend eigenverantwortliches Lernen. An den langen Schultagen gibt es keine zusätzlichen Hausaufgaben.
Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeitende begleiten die Kinder gemeinsam und sorgen für eine verlässliche Tagesstruktur. Bei Bedarf können Familien weitere Nachmittage mit Lernzeit sowie Angeboten für Spiel, Kreativität, Bewegung und Erholung hinzubuchen.
In der 5. und 6. Jahrgangsstufe können sich die Schülerinnen und Schüler für die Bläserklasse entscheiden. Zusätzlich zum regulären Unterricht erhalten sie einmal pro Woche Instrumentalunterricht in einer Kleingruppe. Der klassische Musikunterricht wird durch das gemeinsame Musizieren im Bläserklassenverband ersetzt.
Von der Querflöte über die Trompete bis zur Tuba stehen verschiedene Blasinstrumente zur Auswahl. Welches Instrument am besten passt, wird nach einer Schnupperstunde gemeinsam mit den Musiklehrkräften entschieden.
Das Musizieren stärkt Konzentration, Teamfähigkeit und Toleranz. Elternkonzerte, Auftritte auf dem Wochenmarkt, Besuche in Neuburger Altenheimen und gemeinsame Projekttage schaffen besondere Erlebnisse. Nach der 6. Klasse können die erworbenen Fähigkeiten in musikalischen Wahlangeboten oder im Musikzweig weiterentwickelt werden.

Mit vier Wahlpflichtfächergruppen bietet unsere Schule unterschiedliche Möglichkeiten, persönliche Interessen und Begabungen zu vertiefen.
Wahlpflichtfächergruppe I: Mathematik, Naturwissenschaften und Technik
Mathematik, Physik und Chemie werden in dieser Ausbildungsrichtung verstärkt unterrichtet. Informationstechnologie verbindet Grundlagen aus Technischem Zeichnen mit CAD, Textverarbeitung und Informatik. Experimente, Auswertungen und das Erkennen naturwissenschaftlicher Gesetzmäßigkeiten fördern analytisches Denken.
Die Abschlussprüfung umfasst Deutsch, Englisch, vertiefte Mathematik und Physik.
Wahlpflichtfächergruppe II: Wirtschaft
Der wirtschaftliche Zweig umfasst Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen, Wirtschaft und Recht sowie Informationstechnologie mit einem Schwerpunkt in der Textverarbeitung. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit wirtschaftlichem Handeln in Familien und Unternehmen, rechtlichen Regelungen und betriebswirtschaftlichen Vorgängen.
Die Abschlussprüfung umfasst Deutsch, Englisch, Mathematik und Betriebswirtschaftslehre und Rechnungswesen.
Wahlpflichtfächergruppe IIIa: Sprachen
Im sprachlichen Zweig lernen die Schülerinnen und Schüler Französisch als zweite Fremdsprache. Sie üben alltägliche Gesprächssituationen, erschließen französische Texte und lernen geografische, kulturelle und touristische Besonderheiten Frankreichs kennen.
Die Abschlussprüfung umfasst Deutsch, Englisch, Mathematik und Französisch.
Wahlpflichtfächergruppe IIIb: Musik und Gestaltung
Im musisch-gestaltenden Zweig erlernen die Schülerinnen und Schüler ein Instrument und erwerben musiktheoretische, musikgeschichtliche und praktische Kompetenzen. Im Ensemble bringen sie ihre Fähigkeiten in einen gemeinsamen Klang ein. Im Fach Informationstechnologie beschäftigen sie sich außerdem mit Video- und Tonbearbeitung.
Die Abschlussprüfung umfasst Deutsch, Englisch, Mathematik und Musik. Die Musikprüfung besteht aus einem Theorie- und einem Praxisteil.

In allen 5. Klassen wird das Fach „Lernen lernen“ einstündig und ohne Notendruck unterrichtet. Es unterstützt die Schülerinnen und Schüler beim Übergang an die weiterführende Schule und vermittelt grundlegende Lernkompetenzen.
Die Kinder erproben unterschiedliche Lernstrategien, erkennen eigene Stärken und lernen, Schulaufgaben sinnvoll vor- und nachzubereiten. Konzentrationsübungen, Bewegung und spielerische Elemente schaffen einen geschützten Raum zum Ausprobieren und Reflektieren. So wachsen Selbstständigkeit, Motivation und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

Jeden Montagmorgen beginnt die Schulwoche mit einer halben Stunde Weltbegegnung. Gemeinsam mit der Klassenleitung kommen die Schülerinnen und Schüler nach dem Wochenende an und richten den Blick auf sich selbst, ihre Gemeinschaft, aktuelle Themen und den Glauben.
Die Inhalte reichen vom Klassenrat, dem Kirchenjahr und Fragen der Persönlichkeitsentwicklung bis zu beruflicher Orientierung, Alltagskompetenzen, sozialem Engagement und aktuellen Ereignissen. Auch die Verfassungsviertelstunde findet hier ihren Platz.
Ohne Leistungs- und Notendruck können Gedanken, Fragen und Erfahrungen eingebracht werden. Anschließend beginnt der reguläre Unterricht. Der Schultag endet wie gewohnt um 12:55 Uhr.
Im einwöchigen Compassion-Praktikum begegnen die Schülerinnen und Schüler Kindern, älteren oder beeinträchtigten Menschen. Einsatzorte können beispielsweise Altenheime, Kindergärten oder heilpädagogische Tagesstätten sein.
Im Mittelpunkt steht nicht die Berufswahl, sondern die persönliche Erfahrung im sozialen Umfeld. Die Jugendlichen lernen andere Lebenssituationen kennen und stärken ihre Empathiefähigkeit. Das verpflichtende Praktikum findet in der letzten Schulwoche vor den Osterferien statt und kann freiwillig um eine weitere Ferienwoche verlängert werden.
Zum Abschluss erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Zertifikat, das ihr soziales Engagement dokumentiert.
Als ausgezeichnete „Digitale Schule“ verbindet die Maria-Ward-Realschule moderne Technik mit pädagogischer Qualität. Alle Schülerinnen und Schüler arbeiten mit einem eigenen digitalen Endgerät. Unterrichtsmaterialien und Schulbücher sind digital verfügbar.
In Workshops lernen die Jugendlichen zugleich, digitale Medien sicher, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen. Technik wird dabei gezielt eingesetzt, um Lernprozesse zu unterstützen und auf die Anforderungen einer zunehmend digitalen Welt vorzubereiten.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite „Digitalität“.

Unsere Berufsorientierung hilft den Schülerinnen und Schülern, eigene Interessen und Fähigkeiten zu erkennen und fundierte Entscheidungen für ihre Zukunft zu treffen.
Der Girls’Day und Boys’Day in der 8. Jahrgangsstufe, das Berufspraktikum in der 9. Klasse sowie Betriebserkundungen und Unternehmensvorstellungen schaffen konkrete Einblicke in die Arbeitswelt. Beratungsangebote der Arbeitsagentur Ingolstadt und der schulische Koordinator für berufliche Orientierung begleiten die Jugendlichen zusätzlich bei der Berufswahl und im Bewerbungsprozess.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite „[Berufliche Orientierung]“.